Reifenrechner
Abrolldurchmesser, Flankenhöhe und Umdrehungen je Kilometer aus der Reifengröße.
Fülle die Felder aus, dann erscheint das Ergebnis hier automatisch.
Aus der Reifenkennzeichnung, etwa 205/55 R16, werden Flankenhöhe, nomineller Außendurchmesser, Umfang und theoretische Umdrehungen je Kilometer berechnet. Breite und Flankenanteil stehen in mm und Prozent, der Felgendurchmesser in Zoll. Das hilft beim geometrischen Größenvergleich, sagt aber nicht alle Einbaumaße oder den tatsächlichen Abrollumfang voraus.
So funktioniert es
Formel und Logik
Die Flankenhöhe ist Breite × Verhältnis ÷ 100. Der nominelle Außendurchmesser ist der Felgendurchmesser in Millimetern plus zweimal die Flankenhöhe, denn die Flanke sitzt oben und unten. Der Umfang folgt daraus mit π × Durchmesser, und die Umdrehungen je Kilometer sind 1 000 000 mm geteilt durch diesen Umfang. Das ist die nominelle unbelastete Geometrie aus der Kennzeichnung. Tatsächlicher nominelle Außendurchmesser und Umfang unter Last hängen von Bauart, Druck, Last und Verschleiß ab und werden hier nicht gemessen. Alle drei Eingaben sind positiv. Fahrzeugfreigabe, Abstände, Tragfähigkeits- und Geschwindigkeitsindex werden nicht geprüft.
Beispiel
Für 205/55 R16 beträgt die Flankenhöhe 205 × 55 ÷ 100 = 112,75 mm. Der Felgendurchmesser sind 16 × 25,4 = 406,4 mm, der nominelle Außendurchmesser also 406,4 + 2 × 112,75 = 631,9 mm. Bei einem Umfang von rund 1985 mm dreht sich das Rad etwa 504-mal je Kilometer.
Felder und Einheiten
- Reifenbreite, mm — mm
- Querschnitt, % der Breite — %
- Felgendurchmesser, Zoll — in
So wird gerechnet
- — Trage die Reifenbreite in Millimetern ein — die erste Zahl der Größenangabe.
- — Trage das Höhen-Breiten-Verhältnis in Prozent ein — die Zahl nach dem Schrägstrich.
- — Trage den Felgendurchmesser in Zoll ein — die Zahl nach dem R.
- — Vergleiche nominellen Außendurchmesser und theoretische Umdrehungen je Kilometer mit deiner bisherigen Größe.
Rechenweg und Grenzen
- Rechenweg
- Formel und Logik
- Datenquelle oder Norm
- Michelin: nominelle Breite, Höhenverhältnis und Felgendurchmesser in der Kennzeichnung NIST SP 811 B8: Einheiten und metrische PS gegenüber mechanischen hp; Tabellenfaktoren sind gerundet
- Einschränkung
- Das ist die nominelle unbelastete Geometrie aus der Kennzeichnung. Fahrzeugfreigabe, Abstände, Tragfähigkeits- und Geschwindigkeitsindex werden nicht geprüft.
FAQ
Warum weicht der Tacho nach einem Größenwechsel ab?
Bei unveränderter Kalibrierung ändert sich der geometrische Geschwindigkeitsmaßstab um Dneu/Dalt. Ein größerer Durchmesser bedeutet mehr Weg pro Umdrehung. Das ist ein Vergleich nomineller Größen, keine Messung des Fehlers eines bestimmten Tachos.
Wie viel Abweichung im Durchmesser ist unkritisch?
Es gibt keine allgemeine Freigabe für eine Abweichung von 2–3 %. Prüfe die vom Fahrzeughersteller freigegebenen Größen, Felgen, Abstände sowie Last- und Geschwindigkeitsindizes und einschlägige Regeln. Der Rechner vergleicht Geometrie, genehmigt aber keinen Einbau.
Ist die Breite an der Flanke die Aufstandsbreite?
Nein. Die erste Zahl ist die Nennbreite des Reifens, nicht die Breite der Aufstandsfläche. Diese hängt zusätzlich von Luftdruck, Last und Felgenmaulweite ab.
Gilt die Rechnung auch für Zollgrößen?
Der Rechner erwartet die metrische Schreibweise mit Breite in Millimetern und Felge in Zoll. Reine Zollgrößen wie 31×10.50 R15 geben den Durchmesser bereits direkt an und müssen nicht umgerechnet werden.